Warum ich meine Klienten „entmane“
Letzte Woche im Führungskräfte‑Workshop:
„Die Feedbackkultur müsste man grundsätzlich verbessern.“
Ich unterbreche hart:
„Ah okay. Die Frauen nicht?“
Große Augen. Von allen Seiten.
Kurze Pause, dann:
„Nein, ich hab ja man mit einem ‚n‘ gesagt!“
Mein Augenzwinkern:
„Ja, das weiß ich schon.“
Und genau da beginnt meine rhetorische „Entmanung“.
Keine Sorge. Rein rhetorisch. Kein Skalpell. Nur Klartext.
➡️ „Man“ meint alle und ist niemand.
➡️ „Man“ klingt richtig, bleibt aber folgenlos.
Sobald wir ich, du, wir oder Sie einsetzen, ändert sich alles. Plötzlich wird aus Gerede Verantwortung.
❌ „Man müsste mal wieder den Müll rausbringen.“
✅ „Du bist heute dran.“
❌ „Man müsste grundsätzlich die Feedbackkultur verbessern.“
✅ „Morgen besprechen wir, wie wir bei uns künftig konkretes Feedback einsetzen.“
❌ „Mit dem Security‑Paket Premium hat man den besten Schutz vor Angriffen.“
✅ „Mit dem Premium‑Paket schützen Sie Ihre Daten vor allen Varianten von Angriffen.“
❌ „Ich empfehle, dass man das Paket schnell buchen sollte.“
✅ „Buchen wir das heute. Dann starten Sie morgen.“
Sprache erzeugt Verantwortung oder verhindert sie.
Du entscheidest, welche Sprache du sprichst.





