„Dann schmeiß sie halt raus!“

Der Tipp meines Kollegen, als ich mich über Teilnehmende beschwerte, die lieber ins Handy glotzten als mir zuzuhören.

Ich hab’s gemacht – und es hat funktioniert.

Ich bedankte mich beim Kollegen für den Tipp, und der war entsetzt: „Das war doch nur ein Witz!“

Heute? Ich schmeiß gelegentlich noch jemanden raus. Das ist aber mein letzter Tipp.

Es gibt bessere Wege, mit unaufmerksamen Teilnehmenden umzugehen.

Meine 4 besten Methoden – direkt aus der Praxis:

1. Selbstcheck:

Bin ich gerade so spannend wie die Rückseite eines Kassenzettels? Dann bin ich das Problem – und die Lösung liegt bei mir.

2. Raum nutzen:

Ich gehe näher ran. Präsenz wirkt. Die lautere Stimme auch. Stören durch Präsenz – ganz ohne Konfrontation.

3. Nachbarn aktivieren:

Ich stelle dem Sitznachbarn eine Frage. Der Abgelenkte wird indirekt mitgerissen – ganz ohne Stress.

4. Wertschätzender Rauswurf:

Manche haben einfach viel zu tun. Vielleicht eine Eskalation mit höchster Priorität.

Dann sage ich: „Ich sehe, du hast anscheinend gerade ein brennendes Thema. Für mich ist es vollkommen in Ordnung, wenn du raus gehst und konzentrierter weiterarbeitest.“

Präsentieren heißt nicht: Alle müssen mich lieben. Sondern: Ich muss sie erreichen.

Und manchmal beginnt Wirkung mit einem kleinen Störimpuls.

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