Es ist Dienstag 08.50 Uhr und zusammen mit weiteren 17 Offline- und 4 zugeschalteten Online-Gästen sitze ich in einem Hybrid-Meeting.
Schon vor Beginn quatscht unser Referent Michael mit uns und verkürzt die Wartezeit mit Smalltalk. Pünktlich 09.00 Uhr startet Michael seine Präsentation mit einer offiziellen Begrüßung der Anwesenden im Raum, sowie der Teilnehmenden per MS-Teams.
Und da ist es wieder, dieses formal korrekte aber kurze Hallo aus der Distanz, in Richtung der Online-Gäste. Immer wieder fällt mir auf, dass die Teamies, wie ich sie liebevoll nenne, nicht die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen. Auch wenn die Referierenden dies nicht beabsichtigen, liegt der Hauptfokus überwiegend auf den Teilnehmenden im Raum, denen ich auch einen passenden Namen verpasst habe: „den Roomies“.
Teamies sind bei gleicher Kompetenz oft nur die Beobachter am Rande und wenig aktiv beteiligt. Sie werden häufig nicht in Absprachen zu Pausen oder anderen organisatorischen Gegebenheiten eingebunden. Auch die obligatorischen Feedback- oder Fragerunden finden größtenteils zwischen den Präsentierenden und den Roomies statt.
Zu guter Letzt werden die Online-Teilnehmer nach einer kurzen Verabschiedung aus der Veranstaltung „gekickt“, während die Offline-Gäste fleißig weiter diskutieren und Ideen austauschen.
Das geht besser und deshalb teile ich meine Tipps für glückliche Teamies mit dir.
Lege deinen Hauptfokus auf die Online-Gäste. Ich begrüße diese immer zuerst und dafür gehe ich ganz nah vor die Kamera. So nah, dass ich schon mal die Linse mit der Stirn berühre. Das sorgt für Lacher, Präsenz und vor allem für gute Stimmung.
Teile den Teamies Aufgaben zu. Zum Beispiel auf den Chat zu achten und die Präsentation zu unterbrechen, falls es Fragen oder Anregungen gibt. Ich fordere auch immer eine Person dazu auf, sich lautstark bemerkbar zu machen, wenn sich die „Online-Fraktion“ ignoriert oder übersehen fühlt.
Starte Austausch- oder Ideen-Runden immer bei den Teamies. Verabschiede zuerst deine Online-Gäste. Dies läuft bei mir genauso ab wie bei der Begrüßung und sorgt so noch für Schmunzeln zum Abschluss





