„Robert, was nützen mir deine großartigen Tipps, wenn ich keine Zeit habe, mich professionell vorzubereiten? Theorie und Praxis klaffen da auseinander. Die letzte Präsentation habe ich mangels Zeit versemmelt!“
„Stell dir vor, am Montagnachmittag bekomme ich von meinem Chef einen umfangreichen Foliensatz, den ich der Unternehmensleitung am Dienstagmorgen präsentieren soll. Da habe ich nicht mal Zeit minimale Anpassungen vorzunehmen.
So ist es nicht verwunderlich, dass ich extrem unsicher durch die Präsentation stolpere, ohne zu wissen, was als Nächstes kommt. Zukünftig würde ich mir Auftritte wie diesen gerne ersparen. Kannst du mir da helfen, Robert?“
Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass fehlende Vorbereitungszeit nicht unbedingt eine schlechte Präsentation bedeutet. Gewisse Grundlagen sind jedoch erforderlich und die klopfe ich gleich mal bei Veronika ab.
„Sag mal Veronika, das Thema deiner Präsentation. Beherrschst du das Fachgebiet und hast hier eine entsprechende Expertise?“
„Ja klar, Robert. Es ist voll mein Fachgebiet, dass ich aber mit einem neuen Foliensatz präsentieren musste“
„Gut, dann stell dir mal vor, du hättest aufgrund technischer Probleme keinen Zugriff auf den Foliensatz gehabt. Wärst du trotzdem in der Lage gewesen, über das Thema zu referieren?“
„Ja, sicher hätte ich das hingekriegt!“
„Warum lässt du dich dann von einem Foliensatz verunsichern und in ein Korsett zwängen? Präsentiere halt komplett ohne Folien, wenn du doch Profi auf dem Fachgebiet bist.“
„Eigentlich hast du recht, aber ich fühle mich mit einem Foliensatz als Backup einfach sicherer. So ganz ohne traue ich mir das dann doch nicht zu.“
„Okay, dann empfehle ich dir möglichst viele Slides auszublenden. Nur Folien mit Zahlen oder Infos, die präzise transportiert werden müssen, lässt du eingeblendet. So kannst du komplexe Themen frei aus deiner Expertise präsentieren und dein „Backup“ nur nutzen, wenn du es unbedingt brauchst.





