Meistens ja, aber letzten Dienstag:

Der Referent beginnt locker, flockig und wählt zum Verpacken seiner Vortragsinhalte eine Story aus dem Skifahren. Das ist anfangs wirklich sehr amüsant und anschaulich zugleich. Doch dann schmückt er die Geschichte mehr und mehr aus. Die Bäume, an denen er vorbeifährt, die Größe, die Farbe, die Baumart und sogar am Duft lässt er uns teilhaben. Irgendwann habe ich das Gefühl, dass die Fantasie mit ihm durchgeht. Jetzt ist es gerade nur noch anstrengend.

Aber das wars noch nicht!

Schließlich gibt’s ja auch Teilnehmende, die nicht Skifahren. Also die ganze Geschichte nochmal für Kitesurfer, Mountainbiker, Schachspieler und Minigolfer

Am Ende seines Vortrags sind von 20 Minuten, gefühlt 19 fürs Storytelling draufgegangen. Es war keine Zeit für Impulse und konkrete Tipps zur Umsetzung. Zurück bleibt Lethargie und der Eindruck von Zeitverschwendung.

Meine Tipps für optimales Storytelling:

  • Überfordere dein Publikum nicht mit komplexen überladenen Storys!
  • Ein einziges konkretes Beispiel reicht!
  • Eine Story, die nicht auf deine Kernbotschaft einzahlt, ist überflüssig!
  • Halte die Balance zwischen Storytelling und Wissenstransfer!

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