Ich sitze vor dem Fernseher und schaue einen mega spannenden Thriller auf Netflix. Und trotzdem bin ich nie voll auf den Bildschirm fokussiert.

Auf der Couch lümmelnd, mal ein Blick auf das Handy, oder mal eben in die Küche schlurfend, auf der Suche nach einem Snack.

Dabei sollte man doch meinen, dass ein so fantastischer Film 100% Aufmerksamkeit bekommt, oder?

In der Theorie ganz klar JA, aber praktisch unmöglich.

Was hat das mit dem Problem meines Coachees Peter am nächsten Tag zu tun?

„Sag mal Robert, hast du in Online-Meetings auch oft den Eindruck, dass die Teilnehmenden gelangweilt sind oder besseres zu tun haben, als deiner Präsentation zu folgen?

Erst gestern hatte gefühlt die Hälfte keine Kamera an und der Rest hat irgendwo hin geschaut. Haben die Leute heutzutage keinen Anstand mehr?“

Ich verstehe Peters Frust, gehe nach Analyse der Gründe, jedoch mit derartigen Situationen gelassen um.

Was können die Ursachen von vermeintlicher Unaufmerksamkeit sein?

  • Die Inhalte werden schlecht präsentiert. Hier ist Eigenreflexion gefragt, um gegenzusteuern.
  • Ein spezielles Thema ist gerade nicht für alle Teilnehmenden relevant.
  • Einige Personen haben den Blick gesenkt, weil sie mitschreiben.
  • Ein Teilnehmer bekommt vielleicht eine dringende geschäftliche Mail, die eine höhere Priorität hat.

Ihr seht schon, es gibt unzählige Gründe für Unaufmerksamkeit, der Hauptgrund ist aber: Wir sind Menschen!

Die Parallele zum Thriller:

In ruhigen Phasen, mit in die Länge gezogenem Liebesgesäusel, der Telefonrückruf, auf den wir den ganzen Tag schon warten oder der Durst, tragen dazu bei, dass wir permanent in aufrechter Sitzposition hoch konzentriert in die Mattscheibe schauen.

Wir haben nie 100% Aufmerksamkeit, egal wie cool deine Präsentation ist!

Teilnehmende in Offline-Veranstaltungen verhalten sich übrigens haargenau gleich, nur nehmen Präsentierende das im großen Raum nicht in diesem Ausmaß wahr.

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